Pressestimmen

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George Bernhard Shaw

 

 

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Dates – Vier auf einen Streich (Heidenheimer Zeitung – 03.05.2018)

Wenn Frauen sich verbünden

Bei der Premiere des Jugendstücks „Dates – Vier auf einen Streich“ überzeugten dynamische Zeitsprünge in der Handlung und vor allem das schauspielerische Talent der Akteure.

Dates - Vier auf einen Streich – PresseberichtThomas (Johannes Wimmer, rechts) versucht Birgit (Emily Mundt) bei ihrem gemeinsamen Date davon zu überzeugen, dass er die damalige Wette bereut. Auch Kellner Carlos (Raffaele Incarnato, Mitte) mischt sich in die Diskussion ein. (Foto: Rudi Weber)

Verabredungen mit vier verschiedenen Frauen – und das an einem Tag? „Speed-Dating“ würde man heute dazu sagen, zumindest wenn die Damen voneinander wüssten. Im Jugendstück der Sasse „Dates – Vier auf einen Streich“ ist das aber nicht der Fall. Was die Betrogenen nicht so einfach auf sich sitzen lassen, sobald sie dahinterkommen. Wie ihr Racheplan aussieht und was eine Wette damit zu tun hat, haben die Nachwuchsschauspieler bei ihrer Premiere im Sasse-Theater mit rund 60 Besuchern mehr als überzeugend dargestellt.

Sprünge in die Vergangenheit

Eine besondere Note wurde der Komödie dadurch verliehen, dass sie zugleich in der Gegenwart und in der Vergangenheit spielt. In der Gegenwart beichtet Thomas (Johannes Wimmer) seiner Verabredung Birgit (Emily Mundt), dass er wegen einer Wette gleich vier Frauen gleichzeitig getroffen habe. Birgit lässt es sich nicht nehmen, genau zu erfahren, was sich ihr Liebster dabei gedacht hat. Gedämpftes Licht, ein Tisch am Bühnenrand und ein neugieriger Kellner (Raffaele Incarnato) zeigten die gegenwärtige Restaurantszene. Unterbrochen wurde diese immer wieder von Thomas’ Erinnerungen, die dem Zuschauer einen Blick in die Vergangenheit gewährten. Plötzlich war man nicht mehr Beobachter der Szene im Restaurant, sondern befand sich inmitten eines Mädcheninternats. Dieser Ort-Zeit-Sprung verlieh dem Stück eine eigene Dynamik. Alle vier Auserwählten, die Thomas im Rahmen der Wette kennenlernt, leben dort. Dass das auf Dauer nicht gutgehen kann, wird bereits zu Beginn klar. Denn erschwerend kommt hinzu, dass sie sich allesamt nicht ausstehen können. Die Streitigkeiten zwischen den Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, brachten das Publikum immer wieder zum Lachen. Die arrogante Kathi (Mareike Lenhardt), die nach ihren nächtlichen Partybesuchen durchs Fenster klettert und dabei auch mal abstürzt, Streberin Isabel (Julia Benning), die vor ihrer Lehrerin Frau Hummel (Marina Richter) einen Hofknicks macht, Neuzugang Melanie (Jana Poxleitner), die sich so gar nicht mit den Internatsregeln und ihren Mitbewohnerinnen anfreunden will, und die rebellische Rici (Laura Frickinger), die ihren Mitschülern zuweilen mit Gewalt droht, – das Team der „Jungen Sasse“ verkörperte die Rollen authentisch und mit viel Witz. Trotz aller Unterschiede haben die Frauen aber eines gemeinsam: Sie haben alle denselben Freund. Immer wieder deutet Thomas bei seiner Beichte in der Restaurantszene an, dass seine Lüge allmählich aufzufliegen drohte, weil zwei weitere Personen ins Spiel kamen. Vor allem die verrückte Caro (Rosa Heinemann) sorgte für Wirbel auf der Bühne und für so manchen Lacher. Bunt, schrill und immerzu mit einem Baseballschläger bewaffnet, spielt sie eine entscheidende Rolle. Denn: Caro wird von allen vier Mädchen angeheuert, die jeweils andere auszuspionieren, um in Erfahrung zu bringen, wer deren Verehrer ist. Schlau kassiert sie von jeder zehn Euro und behält für sich, was sie in Erfahrung gebracht hat – nämlich, dass alle vier mit Thomas verabredet waren.

Die Lüge fliegt auf

Der wiederum versucht währenddessen, seine Wette um jeden Preis geheim zu halten und schickt seinen Freund Peter (Fynn Uitz), getarnt als Telefontechniker, ins Mädcheninternat. Peter, der sich bei seinem Job nicht sehr geschickt anstellt, sorgt letzten Endes dafür, dass die ganze Lüge auffliegt. Aus den verfeindeten Frauen werden plötzlich Verbündete. Letztendlich wollen sie sich gemeinsam an Thomas und Peter rächen. Die Schlussszene, in der beide Männer in eine Falle gelockt werden und zu ihrem Entsetzen gemeinsam in einem Bett landen, bildete einen gelungenen Abschluss der Komödie. Vor allem aber das schauspielerische Talent der „Jungen Sasse“ überzeugte und sorgte für einen unterhaltsamen Theaterabend.

Weitere Spieltermine

sind am Freitag, 4. Mai, um 19 Uhr und am Sonntag, 6. Mai, um 18 Uhr im Sasse-Theater. Karten gibt es im Vorverkauf im Ticketshop des Pressehauses oder online unter ticketshop.hz.de

 

Tina Lischka